Dein PubQuiz | Bunker — Rostock


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Hoch im Norden von Deutschland, im schönen Rostock, hat sich nahezu unbemerkt vom Rest der Republik eine vitale Kneipenquiz-Szene etabliert. Das besondere am Rostocker Quiz-Milieu ist hierbei, dass in der Hansestadt alle Fäden in einer Hand zusammenlaufen, es hat sich, wenn man so will, ein richtiges Pubquiz-Monopol herausgebildet.

Logo - Pubquiz Rostock

Das Logo des Rostocker Pubquiz

Als das ursprüngliche Quiz im Kulturzentrum Bunker so erfolgreich wurde, dass es schlichtweg nicht mehr ausreichend Platz für alle Rostocker Quiz-Fans gab, hat das Team von Dein PubQuiz nämlich ein cleveres Vertriebskonzept entwickelt und bietet sein Quizformat seit 2012 gleich in mehreren Kneipen gleichzeitig via Livestream an. Aktuell besteht der harte Kern des Teams aus 4 Personen, es gibt bereits sieben Locations, die das Pubquiz regelmäßig übertragen und nach Aussage der Veranstalter dürfen es auch gerne noch mehr werden.

Da ich euch keine der aktuellen Locations vorenthalten möchte, stelle ich sie an dieser Stelle alle zumindest kurz vor:

 

  • Bunker: die “Schaltzentrale”, in der alles begann. Hier wird das Quiz durchgeführt und in die anderen teilnehmenden Lokale ausgestrahlt

  • Pub Mambo No One: das traditonelle Irish Pub mit Whisk(e)y, Live-Musik und Sportevents.

  • b sieben, die Szene-Bar für Schwule, Lesben und Freunde

  • Café M, das gemütliche Café-Restaurant mit mediterran angehauchter Speisekarte

  • La Havanna, die raucherfreundliche Kneipe mit Rum und Revolutionärsgeist

  • Studentenclub Sumpf, die strandnahe Studentenkneipe in Warnemünde

  • ST-Club, der Klub mit verschiedensten Veranstaltungen von Filmabend bis "Koma-Party" und zudem das neueste Mitglied in der exklusiven Rostocker Pubquizrunde

Außerdem ist dem Pubquiz heute ausnahmsweise eine weitere Location außerhalb Rostocks zugeschaltet:

  • Mein Wohnzimmer

Richtig gelesen, mir wird heute die große Ehre zuteil, das Pubquiz in meinen eigenen vier Wänden verfolgen zu dürfen, sodass ich trotz einer hartnäckigen Grippe nicht auf meine Quiz-Leidenschaft verzichten muss. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an Christoph von Dein PubQuiz, der bereit war, mir diese Extrawurst zu braten.

Es ist genau 20:00 und ich habe bereits alle Vorbereitungen für das allererste Pubquiz in meiner Wohnung getroffen: Essen ist beim Lieferdienst bestellt, heißer Kräutertee steht als Ersatz für das ansonsten obligatorische Quiz-Bier bereit und der Stream ist auch schon eingeschaltet. Noch gibt es allerdings nur ein Standbild zu sehen, das mit entspannter Gitarrenmusik unterlegt ist. Um Viertel nach acht steigt die Lautstärke plötzlich sprunghaft an und “O Fortuna” aus den Carmina Burana – vertont übrigens von Carl Orff, eine gängige Musikfrage – tönt  lautstark aus meinen Boxen. Die Mönchsgesänge verfehlen ihre Wirkung nicht und erzeugen eine dramatische Stimmung. Endlich verschwindet das Standbild und die ersten Bilder aus dem Bunker erreichen meine heimischen Gefilde: Neben den Köpfen einiger ungünstig platzierter Quiz-Teilnehmer sind nun auch ein Rednerpult und eine Leinwand erkennbar. Wenige Augenblicke später erscheint Quizmaster Christoph auf der Bühne, den ich in diesem Moment trotz vorhergehendem Mail-Kontakt das erste Mal zu Gesicht bekomme. Offensichtlich scheint er Wert auf sein äußeres Erscheinungsbild zu legen:

Quizmaster Christoph

Quizmaster Christoph auf der Leinwand (im b-sieben)

Mit Hemd und gut sitzendem Sakko ist er auf jeden Fall der am ordentlichsten angezogene Quizmaster, den ich bis jetzt erleben durfte. Christoph begrüßt zunächst alle teilnehmenden Kneipen und schickt zu meiner Überraschung auch einen “Extragruß nach Berlin” zu mir. Ich fühle mich in diesem Moment irgendwie ertappt und beobachtet und entschließe mich dazu, mir schnell eine Hose anzuziehen.

Bevor es richtig losgeht werden kurz die Regeln erklärt: Gespielt werden 5 Runden á 10 Fragen zu verschiedenen Themen (Wochenschau, Musikrunde, Themenrunde, Bilderrätsel und Vermischtes). Das obligatorische “Der Quizmaster hat immer recht!” wird in Anlehnung an Philip Sheridans berühmtes Indianer-Zitat mit “Nur eine lesbare Antwort ist eine richtige Antwort!” ergänzt.

Nachdem diese Grundsätzlichkeiten geklärt sind, geht es auch schon los mit den Fragen der ersten Runde „Wochenschau“, in der aktuelle Ereignisse der letzten Woche abgefragt werden. Ich bin sehr erfreut über die zahlreichen Fragen aus meinem Spezialgebiet Politik, wie zum Beispiel nach dem Namen des CSU-Generalsekretärs, dessen Namen ich mir aufgrund mehrerer einleuchtender Eselsbrücken sehr leicht merken kann. In welchem europäischen Staat bald ein Testversuch mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen durchgeführt wird, natürlich Finnland, ist mir als arbeitsscheuem Anhänger desselbigen Konzepts genauso wenig entgangen wie Jan Böhmermanns neuer Show-Partner, Olli Schulz. Etwas kniffliger wird es erst, als nach dem Sieger des Auftaktspringens der Vier-Schanzen-Tournee und dem aktuellen Alter von Queen Elisabeth II. gefragt wird. Quizmaster Christoph scheint offensichtlich Gefallen daran zu haben, die Köpfe zum Rauchen zu bringen, kann er doch nach dem Vorlesen der etwas kniffligeren Fragen sein schelmisches Grinsen nicht mit einem Schluck aus der Bierflasche verbergen.

In der Musikrunde wird zu jeder Frage kurz ein Song angespielt. Anders als bei vielen anderen Quizzen ist in Rostock jedoch Usus, dass nicht nur nach Songtitel und Interpret gefragt wird, sondern auch andere Fragen, die im Zusammenhang zu dem gespielten Lied stehen gefragt werden. Christoph zollt dem verstorbenen Lemmy Kilmister Tribut und spielt einen Song von Motörhead an, den ich – wie ich zu meiner Schande gestehen muss – nicht kenne. Der Moderator outet sich durch sein leichtes aber für einen aufmerksamen Beobachter deutlich erkennbares Mitwippen als Fan handgemachter Musik und möchte vom Publikum wissen, bei welcher anderen Musiklegende Lemmy in seiner Jugend selbst einmal Roadie war. Meine persönliche Lieblingsfrage dieser Runde ist die nach einer regionalen Hip-Hop-Kombo, bei der zwei Künstler mit den großartigen Pseudonymen „Admiral Adonis“ und  „Doktor Damage“ mitwirken. Ein als „One-Hit-Wonder“ betitelter Song,

Doktor Damage

Symbolbild: Doktor Damage von Waving the Guns in der Phantasie des Autors. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen oder Situationen sind rein zufällig.

„Brimful of Asha“ von Cornershop, ruft bei mir lautstarken Protest hervor, den außer meinem Laptop allerdings leider niemand mitbekommt. Als ehemals treuer Fan von VIVA 2 - Leser um die Dreißig sollten sich erinnern - fällt mir spontan ein weiterer Song der Band, nämlich „Lessons learned from Rocky I to Rocky III“, ein, dessen Video ich dort öfter als einmal zu Gesicht bekommen habe.

Um mein erhitztes Gemüt abzukühlen kommt mir die heutige Themenrunde sehr gelegen: „Eis“ ist nämlich das bestimmende Sujet, um das sich diesmal alle Fragen drehen. Neben den Protagonisten aus „Feuer, Eis und Dosenbier“ wird beispielsweise nach der Ehefrau von Ice-T und dem Namen des ewigen Zweiten beim Wettlauf zum Südpol gefragt. Die Nervenkrankheit ALS sollte den Meisten spätestens seit dem Ice-Bucket-Challenge ein Begriff sein. Doch seid mal ehrlich: Wer von euch hätte denn gewusst, dass die Abkürzung für Amyotrophe Lateralsklerose steht? Bei der Frage, auf welchem Planeten des Star-Wars-Universums der Raumhafen Mos EISley liegt, muss ich beide Augen zudrücken: Eines, um den Bezug zu Eis gelten zu lassen und eines ob dieses flachen Wortwitzes. Ich vergebe Christoph diesen Fauxpas jedoch spätestens dann, als er bei der Frage nach dem Namensgeber des „Bum-Bum“-Eises einen Einblick in seine Gedankenwelt gibt. Ob er aus Erfahrung spricht, wenn er auf die Ähnlichkeiten des Gesichts nach dem Verzehr eines „Bum-Bums“ und dem wilden Herumknutschen mit einer osteuropäischen Prostituierten hinweist, wird dabei wohl immer sein Geheimnis bleiben. In meinem Kopf gewinnt das Psychogram von Christoph durch solche Aussagen jedoch immer mehr an Schärfe ...und fängt an mich zu beunruhigen.

In der Bilderrunde muss diesmal das dargestellte Schuhwerk den jeweiligen (oftmals fiktiven) Personen zugeordnet werden. Die meisten Bilder sind recht eindeutig: Sailer Moons rote Stiefel sind unschwer erkennbar und auch Michael Jacksons legendärer Toe Stand ist unverwechselbar. Darth Vader hingegen verrät sich mehr durch einen kleinen Teil seines Lichtschwerts, der in das Bild ragt. Die größten Schwierigkeiten bereiten den Quizzern jedoch zwei weiße Schuhe, die aussehen wie eine seltsame Mischung aus Mokassins und Cowboystiefeln. Als bei der Auflösung der Runde schließlich eröffnet wird, dass es der Sandmann ist, der durch seinen extravaganten Schuh-Geschmack besticht, geht ein “Ahh”-Raunen durch den Bunker.

Stiefel

Extravagantes Schuhwerk - Wer hätte es erkannt?

Jupitermonde, Sat 1 – Superball, österreichische Brotzeiten und Zuchthäuser im Kurfürstentum Sachsen: die „Vermischtes“-Runde hat sich ihren Namen redlich verdient. Nach neun sehr unterschiedlichen Fragen erreicht das Pubquiz seinen intellektuellen Höhepunkt mit der Frage nach dem großen Philosophen, dem die Menschheit den bemerkenswerten Ausspruch „Aus Hackepeter wird Kacke später.“ zu verdanken hat.

Hier noch eine unfassbar geile Überleitung zur Siegerehrung

Im Bunker gewinnt ein Team mit dem wenig appetitanregenden Namen „Tentakelsalat“ mit 41 Punkten und deutlichem Abstand vor dem  wahrscheinlich bekömmlicheren "Gin des Lebens" mit 36,5 Punkten. Auch die Endstände der anderen Locations werden durchgegeben, diese führen jedoch ihre eigenen Siegerehrungen durch. Am schlechtesten schneiden an diesem Abend die Teams im Sumpf ab. Wem es also nur darum geht, einen Preis abzustauben, der sollte sich das nächste Mal wohl am Besten dort einen Tisch reservieren.

Fazit: Ein gut gekleideter Quizmaster mit Vorliebe für "Bum-Bum", liebevoll erstellte Fragen, die stets in eine kleine Geschichte verpackt sind und die Möglichkeit, sich seine Lieblingskneipe auszusuchen, machen das Rostocker Pubquiz zu einem einzigartigen Quiz-Erlebnis, das ich jedem Leser nur uneingeschränkt empfehlen kann.

Erkenntnis des Abends: Aus Hackepeter..., na ja ihr wisst schon.


Das Pubquiz findet jeweils am 1. und 3. Donnerstag des Monats in den oben aufgezahlten Locations statt. Der Eintritt beträgt je nach Spielort 2 oder 3 € pro Spieler. Die maximale Spielerzahl pro Team beträgt 5 Spieler. Für mehr Informationen über das Rostocker Pubquiz, besucht http://deinpubquiz.de/

Kulturkombinat Bunker

Tel.: +49(

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